Гостевая книга
Тайна исчезнувшей перикопы
Довольно давно исследователям было ясно, что в воскресных Мессах после Богоявления и после Троицы нет никакой связи между текстами чтений и песнопений, кроме некоторых причастных с текстов из Евангелия. После Троицы процессионные антифоны, чтения апостола и (особенно) стихи на Аллилуия следуют более-менее их порядку в Библии, а для Евангелий и градуалов вобщее не видно никакой системы. Геранже думал, что евангельские перикопы подобраны под чтения Матутина, но эта связь нарушается начиная с августа. Но согласно Батиффолю в 8 в. в эти месяцы порядок чтений ветхозаветных книг был другой. Когда он был изменён, формуляры Мессы остались прежними.
Видимо, что в этих вопросах мы далеки от ясности. В последние годы большой вклад в исследовании происхождения проприума римской Мессы внёс Дж. Маккиннон. См. особенно его последнюю книгу "The Advent Project" (2000 г.). На него ссылаются (и отчасти критикуют) все последующие исследования таких авторов как Джэффери, Пфистерер, Малой, Добсай. Рецензии на книгу написали также другие учёные как Рэнкин, Рикосса и др. Всё это - увлекательнейшее чтение.
Воззвание!
Sprache und Schrift:
In den vergangenen hundert Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es sich bei der verwendeten Liturgiesprache um eine Form der altbulgarischen Sprache handelt. Für deutschsprachige Interessierte ohne Kenntnisse des Bulgarischen oder Russischen ist das Erlernen mit dem Lehrbuch von A. Leskien aus dem Jahr 1905 möglich, das auch Beispiele aus der glagolitischen Liturgie enthält. Praktisch erfolgt das Erlernen häufig über das Russische. In Russland werden entsprechende Lehrbücher sogar für Kinder angeboten. Persönlich lernte ich diese Sprache bereits in meiner Schulzeit durch meinen Geschichtslehrer Pavel Tarutin kennen.
Bis heute ist diese Sprache die dominierende Liturgiesprache der Russisch-Orthodoxen Kirche. In der modernen Ukraine jedoch wird die altbulgarische Liturgiesprache (auch Kirchenslawisch genannt) zunehmend von nationalistischen Kräften in der Regierung als „russisches Element“ bekämpft. Die griechisch-katholische Kirche hat sie bereits aufgegeben, und die Ukrainische Orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats steht unter wachsendem Druck der Regierung von Wolodymyr Selenskyj, Gottesdienste ausschließlich in der modernen ukrainischen Sprache abzuhalten und Kirchenslawisch zu verbieten.

Paradoxerweise weigert sich der moderne ukrainische Staat, die ältesten schriftlichen Denkmäler dieser Sprache – vermutlich noch aus der Zeit von Kyrill und Method – an Russland zurückzugeben. Dabei handelt es sich um die Kiewer Blätter eines Missale aus dem Sinai-Kloster, die einst der russische Forscher und Geistliche Antonin Kapustin als Geschenk an die geistliche Akademie von Kiew im Zarenreich übergeben hatte. Diese Kiewer Blätter sind die ältesten Denkmäler der altbulgarischen beziehungsweise kirchenslawischen Sprache und sollten meiner Meinung nach ins neue Museum für slawische Schriftlichkeit „Slowo“ in Moskau gebracht und ausgestellt werden. Sie haben in der modernen Ukraine nichts verloren, da es sich um eine Gabe an eine geistliche Akademie der Russischen Kirche handelt – und nichts, aber auch gar nichts mit der heutigen Ukraine zu tun hat!